Immobilienverkauf

aufschiebende Bedingung | 20/4/2020

Heute kam mir die Werbung eines Magdeburger Immobilienbüros über Facebook in die Hände, wo das Maklerbüro in der Werbung Verkäufer anspricht, die ihre Immobilie gern verkaufen wollen, aber im Gegenzug eine äquivalente Wohnung in der Innenstadt suchen. Eigentlich ist es der Fall, der jedem Makler zur Zeit als Anfrage persönlich oder telefonisch als Angebot zugetragen wird. Ältere Leute, die im Umland oder Randgebiet ihr Haus verkaufen, aber eine Wohnung mgl. mit Elbblick oder im Grünen mit Dachterrasse oder Garten suchen. Im Idealfall noch mit Wertausgleich oder in gleicher Preislage.

Nun bietet dieses Maklerbüro möblierte Wohnungen und die Einlagerung der Möbel des Verkäufers an, weil zum Zeitpunkt des Verkaufs des Eigenheims meist nicht zeitgleich eine Wohnung zur Verfügung steht. Davon halte ich nichts. Nicht, dass ich nicht auch leere Wohnungen oder möblierte Wohnungen als Zwischenlösung im Eigenbestand oder Fremdvermietung fände, diesen Mehraufwand und die Mehrkosten möchte ich meinen Kunden ersparen.

In der Praxis nehme ich auch Verkaufsobjekte an, wo die Verkäufer ganz in Ruhe innerhalb eines Jahres  max 12 Monate sich nach einer Alternativwohnung umschauen bzw. mir parallel den Suchauftrag einer Wohnung zum Verkaufsauftrag erteilen. In der Praxis werden heute die Käufer für das EFH gesucht, die Verkäufer dürfen so lange als mgl. im Objekt wohnen bleiben.

Es gibt 2 Varianten:

Zahlung des Kaufpreises mit Besitz und Lastenübergang und die Verkäufer zahlen in dem genutzten Zeitraum eine Nutzungsentschädigung in Höhe ortsüblicher Miete bzw. 20% drunter, auch ein Räumungstitel könnte notariell zur Sicherheit aufgenommen werden - Käufer wird Besitzer und ggf. in dem Jahr Eigentümer - alle grundbuchtechnischen und steuerrelevanten Obliegenheiten werden vollzogen.

Oder
Der aktuelle Zinssatz kann gesichert werden, evtl. Kosten (wenn überhaupt sehr minimal) übernimmt der Verkäufer und der Kaufpreis wird erst bezahlt, wenn der Verkäufer ausgezogen ist. Auch wenn die Immobilie heute beim Notar verkauft und beurkundet wird, kann der Verkäufer noch die Zeit wohnen bleiben, die er braucht. Das max. Auszugsdatum wird in der Urkunde festgehalten ebenso wie das Datum der KP Zahlung.

Es gäbe sogar noch eine 3. Variante, wo das Anderkonto als Sicherheit verwandt wird. KP wird auf Anderkonto gezahlt und ausgezahlt, wenn grundbuchtechnischen und steuerrelevanten Dinge vollzogen und der Verkäufer ausgezogen ist. Hier wäre eine dreifache Sicherheit gegeben, da der Käufer rückabwickeln kann, wenn kein Auszug erfolgt.

Wie heißt es so schön: "einen alten Baum verpflanzt man nicht" und gerade, wenn ältere Menschen den schweren Schritt aus dem Eigenheim in eine schöne kleine Stadtwohnung wagen, sollte man nach Endalternativen und nicht nach Zwischenlösungen suchen.

 

Alles ist machbar!

Ich finde als Makler für jeden Kunden die passende Lösung beim Verkauf Ihrer Immobilie.