Kündigung des Mietverhältnis

Falschauskunft in der Bewerbung | 2/7/2020

Interessiert sich ein Mietbewerber für eine Wohnung zur Miete ist es üblich, dass er vom Anbieter als erstes das die Einwilligung zur Erfassung seiner Daten abgeben muss und zum Besichtigungstermin oder im Anschluß bei Interesse an der Wohnung oder dem Haus in einer Selbstauskunft seine Daten hinterlässt. Auch wenn nur bestimmte Fragen und Auskünfte zulässig sind, müssen diese jedoch wahrheitsgemäß abgegeben werden.

Zulässig sind nachfolgende Auskünfte

Name, Vorname des/der Bewerber

Telefonnummer/Email/Anschrift

Wohnanschrift in den letzten 7 Jahren

Beruf/Tätigkeit -Verdienstnachweise

derzeitiger Arbeitgeber (diese Angaben lassen sich mit dem zu erbringenden letzten 3 Verdienstnachweis prüfen)

bei Selbständigen erstellt der Steuerberater eine Jahresbescheinigung oder es wird der letzte Jahresabschluß vorgelegt

Einkünfte über Jobcenter - Übernahmeerklärung; bei Studenten bürgen meist die Eltern.

liegen Negativeinträge vor/Schufa/Offenbarungseide/Insolvenz/Konkurs

Haustiere: Hund, Katze, Maus.... - in dem Fall kann der Vermieter eine entsprechende Versicherung verlangen

Der Mieter hat mit der Bewerbung Personalausweiskopie zur Prüfung der Daten zu hinterlegen, auch eine Schufa Auskunft kann der Vermieter fordern.

Eine vermeitliche Falschauskunf beim Ausfüllen der Selbstauskunft hat weitreichende Folgen. Auch wenn das Mietverhältnis bereits zustande gekommen ist,
berechtigt es zur Kündigung.  Az 413 C 17430/08 Amtsgericht München 7.10.2008